Das Gespräch mit Angela Merkel

Die Angela Merkel hat mich auf der Arbeit besucht. Also ein bisschen Aufregung war da. Sie ist ja mächtig. Dann haben wir gesprochen. Das war ein Gespräch über Inklusion, die gut funktionieren soll. Ich habe Sie gefragt, ob sie selber Menschen mit Down Syndrom auf der Arbeit hat. Menschen mit Down Syndrom hat sie nicht auf der Arbeit, das ist eigentlich ein bisschen schade. Vielleicht kommt aber mal einer, hat sie gesagt. Es arbeiten auch andere Menschen mit Behinderung bei ihr.

Was macht sie so gerne in der Freizeit? Sie pflückt gerne Johannesbeeren und backt einen Kuchen daraus. Kochen tut sie auch gerne, manchmal Samstags. Wenn sie nicht mehr Kanzlerin ist, möchte sie gerne verreisen, auch nach Amerika. Aber sie möchte nicht so gerne ins Weltall fliegen. 

Sie ist ja auch politisch. Sie ist auch Physikerin, ihr Job ist aber Kanzlerin. Sie kommt aus der früheren DDR. Früher war die DDR kein freies Land. Da gab es eine Mauer. So und jetzt ist das die Deutsche Einheit. So ist Angela Merkel ja Politikerin geworden.

Wir haben auch den Streit mit Seehofer ein bisschen besprochen. Die beiden haben sich auch geeinigt. Manchmal streiten sich mal Leute. Ich aber nicht. Wir haben auch gesprochen über die Journalisten in der türkischen Haft. Und warum es so viel Plastikmüll im Ozean gibt. Denn die Tiere fressen das oder knabbern daran und dann sterben sie. Wir sollen nicht mehr so viel Plastik verwenden. Also ich will keine Plastiktüten mehr nehmen.

Dann hat Angela Merkel mich gefragt, was ich auf der Arbeit mache. Am Ende hat sie gesagt, wenn ich noch Fragen habe, dann kann ich ihr sie schicken. Das fand ich schon cool. 

 

Da waren auch schon viele von der Presse. Das fand ich am Ende gut. Die haben tausende Fotos gemacht und einzelne Fragen gestellt, nicht alle auf ein mal. Das fand ich gut. Dann sehen die Leute mich in der Zeitung und auch mal im Fernsehen. Und die hören mir dann auch gut zu. Damit denen bewusst ist, dass wir Menschen mit Down Syndrom auch eine Meinung haben. Wir sind auch politisch, jetzt nicht so hoch politisch wie Angela Merkel, die weiß viel mehr. Aber wir wissen auch eine Menge.

Die Mathea Schülke hat einen Film gemacht, wegen der Angela Merkel und mir. Ich finde den Film gut. Hier könnt ihr ihn sehen: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/wdr-aktuell/video-natalie-dedreux-und-ein-ganz-besonderer-gast-100.html

Also ich finde es cool, dass Angela Merkel mit mir auch über Politik gesprochen hat. Sie ist offen für Politik. Und ich möchte mit ihr in Kontakt bleiben. 


der Bobby ist da!

Ich war in Berlin. Ich hab da einen Preis bekommen, das ist der Bobby, von der Lebenshilfe. Ich hatte da noch Freunde von mir mit dabei. Freunde sind wichtig. Weil die für mich da sind.

Da waren viele Politiker. Ich hab meine Rede gehalten. Ich will, dass es keinen Abbruch von Menschen mit Down Syndrom gibt. Das war alles sehr aufregend.

Ihr könnt auch nachlesen auf der Seite einfachstars, ihr könnt noch mehr erfahren:


Mit Angela Merkel in der Wahlarena!

Ich habe in der Wahlarena Frau Merkel eine Frage gestellt: wieso Babies mit Down Syndrom bis kurz vor der Geburt abgetrieben werden können hier in Deutschland. Frau Merkel sagt das mit der freien Entscheidung der Mutter die Frauen haben Angst vor dem Down Syndrom. Darum will ich zeigen, wie ich cool drauf bin hier und meine Freunde mit Down Syndrom sind auch cool drauf. Ihr sollt aufhören Angst davor zu haben. Darum mach ich den Blog.


Im Fernsehen:

Ich habe ein Interview im ARD Morgenmagazin gegeben. Das Interview war live, ich musste sehr früh aufstehen, das ist nicht so mein Ding. Ich war einfach sehr aufgeregt. Aber die Anna Planken war nett, dann war das besser, die Aufregung. Und da gab`s lecker Brötchen und dazu Kaffee. Hier könnt ihr das sehen: http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmagazin/politik/Natalie-Dedreux-Down-Syndrom-Trisomie-21-Angela-Merkel-Abtreibung-100.html